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K. + U. Hofstetter AG, Kies- und Transportbetonwerke, 3324 Hindelbank, Telefon 034 411 86 11, Fax 034 411 86 10
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Ökologie

Die Bedürfnisse von uns Menschen nach schönem Wohnen, angenehmen Arbeitsplätzen, guten Einkaufsmöglichkeiten, intakter Umwelt, ausgebauten Verkehrs-, Freizeit- und anderen Infrastrukturen haben alle eines gemeinsam: sie lösen einen Bedarf an Kies, Sand und Beton aus. In der Schweiz beträgt der Bedarf an Kies und Sand pro Jahr ca. 20 - 25 Mio. m3.

Zwar sind Kiesabbaustellen ein Eingriff in die Landschaft, sie sind aber auch wertvolle ökologische Nischen für Pflanzen und Tiere. Weil abgebaute Flächen fortlaufend rekultiviert werden, gibt es immer wieder Gelegenheit, Teilbereiche ökologisch aufzuwerten.

 

toggle visibility Mehrwert für die Natur durch Kiesabbau

Unsere Umwelt ist in den letzten Jahrhunderten vom Menschen grundlegend umgestaltet und verändert worden. Dabei wurden die Ansprüche der Natur meist gedankenlos übergangen oder nur in Randbereichen berücksichtigt. Vielerorts entstanden ausgeräumte, lebensfeindliche Landschaften, welche nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Artenreichtums enthalten. Im Gegensatz dazu konnten sich bis heute in Kiesgruben zahlreiche Arten halten und sorgen für wahre Perlen der Artenvielfalt.

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Unverbaute Flussläufe gestalten Landschaften und schaffen Lebensräume. Begradigte Flussabschnitte hingegen sind für viele Tier- und Pflanzenarten kaum mehr bewohnbar.

Ersatzlebensraum Kiesgrube

Viele verdrängte und bedrohte  Tier- und Pflanzenarten finden heute in Kiesgruben geeigneten Ersatz-lebensraum. Insbesondere Organismen, welche früher unverbaute Flussauen besiedelten, kommen oft nur noch in Abbaustellen von Steinen und Erden vor.

Die Abbauprozesse schaffen eine Dynamik, wie sie in natürlichen Auengebieten von ständig wiederkehrenden Hochwasserereignissen hervorgerufen wird.

Die Lebensgemeinschaft dieser Standorte setzt sich aus Arten zusammen, die sich durch ihre Lebensweise den dynamischen Bedingungen angepasst haben.

Bedrohte Pionierarten

Pionierarten sind Erstbesiedler. Sie nehmen neu geschaffene Habitate, wie Kiesflächen und temporäre Gewässer, innert Kürze in Beschlag. Wegen ihrer Konkurrenzschwäche gegenüber „Allerweltsarten" verschwinden sie in der Folge aber bald wieder und sind daher in ihrem Fortbestehen auf die dauernde Erneuerung ihrer Lebensräume angewiesen.

pionierarten

Eine Branche übernimmt Eigenverantwortung

Längst haben Naturkundler und Kiesunternehmungen die enorme Bedeutung dieser Standorte erkannt, und zusammen Lösungen erarbeitet, um die Werte langfristigen zu sichern. In einer Branchenvereinbarung mit der kantonalen Naturschutzbehörde verpflichtet sich das bernische Kiesgewerbe für freiwillige Naturschutzleistungen in den Abbaustellen. Die Wahrnehmung dieser Verantwortung hat Vorbildcharakter, und es ist zu hoffen, dass auch in anderen Nutzungsbereichen unserer Landschaft dem Natur- und Artenschutz die gebührende Beachtung geschenkt wird.

Ökologisch wertvolle Flächen in Kiesabbaustellen des Kantons Bern:

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toggle visibility Engagement der K.+U. Hofstetter AG

Dass Kiesabbau und Artenförderung Hand in Hand gehen, lässt sich in den Abbaustellen der Hofstetter bestätigen. Dank langjährigem Engagement stellte sich eine reichhaltige Fauna und Flora ein, darunter Seltenheiten wie die Geburtshelfer-Kröte oder die Blauflügelige Sandschrecke.

Engagement

Gründungsmitglied der Stiftung Landschaft + Kies

Im Jahr 1976 gründeten visionäre Kiesunternehmungen, darunter die K. + U. Hofstetter AG und die Messerli Kieswerk AG, die Stiftung Landschaft + Kies. Die Stiftung versteht sich als Naturschutzfachstelle der bernischen Kies- und Betonbranche. Sie bezweckt die Wahrung der Interessen von Natur und Landschaft beim Abbau von Steinen und Erden. Heute sind der Stiftung rund 57 Unternehmungen aus dem Kanton Bern angeschlossen.

Weitere Informationen zur Stiftung Landschaft + Kies: www.landschaftundkies.ch

Naturarbeiten in den Abbaustellen

Für die wirksame Umsetzung von Artenschutzmassnahmen sind nebst einer sorgfältigen Planung auch fachkundig ausgeführte Naturarbeiten unerlässlich. Durch die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Fachstellen werden die Fördermassnahmen optimiert und den Ansprüchen der Arten sowie den betrieblichen Möglichkeiten angepasst.

Naturarbeiten

In den Abbaustellen der HM Kies+Beton AG sorgen die Mitarbeitenden der Stiftung Landschaft + Kies für eine fachgerechte und angepasste Ausführung der Naturarbeiten. Die Arbeiten sind fokussiert auf die Bekämpfung von nicht einheimischen Problempflanzen und die Stützung seltener Arten. Wichtig ist zudem die Schulung des Werkpersonals, welches regelmässig in die Arbeiten einbezogen wird.

Berken

Der Werkstandort Berken besteht zur Zeit aus den Abbaustellen Wolfgrubenacker, Breiti und Alteichen in Heimenhausen sowie Christenhof, Oberberken und dem Kies- und Betonwerk in Berken. Grössere und kleinere Naturflächen finden sich an allen drei Standorten, wobei Ruderalflächen, Steilwände, Trockenwiesen, Hecken, Tümpel und Steinhaufen die prägenden Elemente sind. Durch die regelmässige und fachgerechte Pflege wird dafür gesorgt, dass in typische Kiesgrubenarten in soliden Beständen vorkommen.

Berken

Drei Charakterarten in Berken:

Rosmarin-Weidenröschen - Zarte Schönheit

Seinen Namen verdankt das Rosmarin-Weidenröschen der Gewürzpflanze „Rosmarin". Ähnlich sind nicht nur die die schmal-lanzettlichen Blätte sondern auch die buschige Wuchs-form sowie das Verholzen der unteren Stengelteile. Ende Juli bis September sorgen die recht grossen Blüten für rosa Farbtupfer in der Kiesgrube. Wie alle Weidenröschenarten, ist auch diese Art eine wichtige Nahrungsquelle verschiedener Insekten. So frisst sich beispielsweise die Raupe des Mittleren Weinschwärmers an Weidenröschen-Blättern satt.
Als typischer Vertreter der Kiesgrubenflora besiedelt das Rosmarin-Weidenröschen gerne sandig-kiesige Trockenflächen, wo es in beträchtlicher Anzahl vorkommen kann. Der gesunde Bestand in Berken ist für das Fortbestehen und die weitere Ausbreitung in der Region von grosser Bedeutung und wird daher gezielt gefördert.

Uferschwalbe - Emsige Kolonienbrüter
In den Abbaustellen „Wolfgrubenacker" und „Christenhof" verraten Ansammlungen faust-grosse Löcher in den Steilwänden die Anwesenheit von Uferschwalben. Diese kleinste europäische Schwalbenart benötigt zum Graben ihrer Brutröhren sandige Wände von mindestens 2 Meter Höhe. Früher fanden die Vögel solche Bedingungen an unverbauten Fliessgewäs-sern, während sie heute fast nur noch in freigelegten Sandeinschlüssen in Kiesabbauwänden brüten. Folglich ist der Uferschwalbenbestand in unserem Land in besonderem Masse vom Kiesabbau abhängig und wegen der unterschiedlichen Verfügbarkeit geeigneter Nist-standorte jährlichen Schwankungen unterworfen. Die Koloniengrössen am Werkstandort Berken scheinen dank der betrieblichen Rücksichtnahme während der Brutperiode langfristig stabil zu sein. Die hohe Parasitenbelastung im Nestbereich zwingt die Uferschwalben jedes Jahr zum Bau neuer Brutröhren.

Während der Jungenaufzucht von Juni bis August sind die wendigen und ruffreudigen Insektenjäger besonders auffällig und sorgen für regen Flugbetrieb in den Gruben. Sobald Ende Sommer die letzten Jungvögel der 2. Brut ausgeflogen sind, ziehen die Schwalben in ihre Winterquartiere südlich der Sahara, von wo sie erst ab April wieder zurückkehren.

Uferschwalbe

Blauflüglige Sandschrecke - Meisterin der Tarnung
Trockene, nur sehr spärlich bewachsene Böden sind das bevorzugte Terrain der Blauflügli-gen Sandschrecke. In der Schweiz bilden das Wallis und das Tessin den Verbreitungs-schwerpunkt der Wärme liebenden Art, während die Nordschweiz nur lückenhaft besiedelt ist. Die Kiesgrube in Berken ist einer der wenigen aktuellen Fundorte im Kanton Bern. Zur optimalen Tarnung passt die Sandschrecke ihre Grundfarbe dem von ihr bewohnten Untergrund an. Es gibt demnach graue, beige oder bräunliche Tiere und oft auch solche mit einem bläulichen Schimmer. Ihre Tarnung verlieren die Tiere erst beim Auffliegen, wenn die Namen gebenden hellblauen Hinterflügel zum Vorschein kommen. Ein Aktionsradius von bis zu 500m, erlaubt der guten Fliegerin die rasche Besiedelung neu entstandener Habitaten.

Sandschrecke

Hindelbank

Der aktive Kiesabbau gehört am Standort Hindelbank bereits der Vergangenheit an. Der benötigte Rohkies wird aus dem nahe gelegenen Abbau in Mattstetten angeliefert und vor der Aufbereitung im Kies- und Betonwerk vor Ort zwischengelagert. Als Depotplatz dient das ehemalige Abbauareal, auf welchem sich auch wertvolle Naturstandorte befinden. Interes-santestes Objekt ist mit Bestimmtheit das angrenzende, ehemalige Sedimentationsbeckens des Werkes, für dessen Erhalt sich eine ideale Lösung fand. Naturinteressierte Leute aus der Region gründeten die Stiftung Bufo, welche dank gutem Einvernehmen aller beteiligten Parteien das rund 2.7 ha grosse Gebiet erwerben und vor der Rekultivierung bewahren konnte. Unterstützt durch die Firma K. + U. Hofstetter und die Stiftung Landschaft + Kies realisierte die Stiftung Bufo grosszügige Aufwertungsmassnahmen. Durch das Anlegen weiterer Flachgewässer, Ruderalflächen und Kleinstrukturen entstand eine kleinräumige Habitatvielfalt die eine erstaunlich hohe Anzahl verschiedener Tier- und Pflanzenarten beherbergt.
Das Kleinod ist als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung eingestuft, erlangt als Rastgebiet für durchziehende Watvögel zumindest regionale Wichtigkeit und geniesst den Status eines kantonalen Naturschutzgebietes. Mehr Informationen zur Stiftung Bufo sind unter http://www.umweltgruppe.ch/wissen.htm zu finden.

Ruderalfläche

Kreuzkröte - Laute Sänger
kreuzkröteDie 5-7cm grosse Kreuzkröte gehört zu den Pionierarten unter den Amphibien. Von April-Juli legt sie ihre Laichschnüre in seichte, vegetationslose Tümpel, die sich rasch erwärmen. Diese Bedingungen ermöglichen eine rasche Larvenentwicklung von oft nur 8 Wochen. In Temporärgewässern ist zudem der Druck durch Fressfeinde, wie Libellenlarven und Molche, gering. Auch an den Landlebensraum stellt die Kreuzkröte gewisse Ansprüche: Dieser sollte einen möglichst ruderalen Charakter haben, das heisst, nur von einer lückenhaften Vegetation bedeckt sein und viele Kleinststrukturen in Form von Löchern, Ritzen und Spälten aufweisen. Solche suchen die Tiere als Tagesversteck und Überwinterungsort auf. In der Schweiz gilt die Kreuzkröte längerfristig als gefährdet. Die Population in Hindelbank stellt ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den Vorkommen im Emmental und der Region Bern dar.

 

Flussregenpfeifer - Stiller Brüter
Wie sein Name verrät, brütet der Flussregenpfeifer natürlicherweise auf grösseren Schotterbänken von Flüssen. Das Verschwinden dieses Lebensraumes führte dazu, dass der Bestand dieser ungefähr starengrossen Watvogelart gemäss der „Roten Liste der Brutvögel der Schweiz" als verletzlich eingestuft ist. Rund ein Drittel der 100-120 Brutpaare in unserem Land leben in Kiesgruben. Die typische Pionierart ist wenig Standorttreu und kann dank ihrer grossen Mobilität neu entstandene Habitate rasch besiedeln.
Als Bodenbrüter legt der Flussregenpfeifer seine 3-4 Eier in eine, mit kleinen Kieseln ausge-legte, Brutmulde. Während dem Ausbrüten, das von beiden Geschlechtern geleistet wird, sind die Vögel dank dem stillen Verhalten und der guten Tarnung kaum auszumachen. Erst bei Annäherung potenzieller Nesträuber machen sie sich durch auffälliges Ablenkungsverhalten bemerkbar. Die Jungvögel sind so genannte Nestflüchter, die ihre Nahrung vom ersten Tag an selber suchen. Bei Gefahr werden sie durch die Pfiffe der Altvögel gewarnt, worauf sie sich zu Boden drücken, perfekt getarnt durch ihr gräuliches Dunenkleid. Der Flussregenpfeifer ist ein Langstreckenzieher und überwintert hauptsächlich in Afrika. Ab Ende März kehren die Vögel in die Brutgebiete zurück. In der Kiesgrube Hindelbank tun sie dies seit mehr als 12 Jahren. Der Brutplatz gehört zu den Wenigen im Kanton Bern, die jährlich besetzt sind.

Flussregenpfeifer

Zaueidechse - Heimliche Jäger
zaueidechseKiesgruben enthalten alle Elemente, die es zum Wohlbefinden einer Zauneidechse bedarf. Die eher träge Reptilienart benötigt in ihrem Revier zahlreiche Deckungsmöglichkeiten zur Feindvermeidung. Diese Anforderung erfüllt die Kiesgrube Hindelbank dank der grossen Dichte an Kleinstrukturen in Form von Ast- und Steinhaufen, Altgrasbeständen und Dornengestrüpp problemlos. Auch besonntes Totholz und Steine, welche die Echsen zum morgendlichen Aufwärmen aufsuchen, sind zur Genüge vorhanden. Zauneidechsenweibchen legen im Mai oder Juni ihr, ca. 10 Eier umfassendes, Gelege in selbst gegrabene Erdlöcher, bevorzugt an sonnenexponierten Stellen mit sandigem Substrat. Der grossflächige Habitatverlust und der örtlich hohe Prädationsdruck durch die grosse Dichte an Hauskatzen führten zur landesweiten Gefährdung dieser einst häufigen Reptilienart. Tiere der stabilen und individuenstarken Population der Kiesgrube Hindelbank haben dank der guten Vernetzung entlang der extensiv unterhaltenen Bahn- und Bachböschungen intakte Ausbreitungsmöglichkeiten.

 

Zertifizierte Naturareale

Die Werkstandorte Berken, Hindelbank, Mattstetten und Oberwangen sind alle mit dem Qua-litätslabel für naturnahe Firmenareale der Stiftung Natur + Wirtschaft ausgezeichnet. Dieses Zertifikat erhalten Firmen, die besonderen Wert auf die naturnahe Umgebungsgestaltung ihrer Areale legen.

Mehr Informationen sind unter www.naturundwirtschaft.ch zu finden.

Arbeitseinsätze und Umweltbildung

Freiwillige Einsätze von Schulklassen, Vereinen, Firmen und weiteren Gruppen sind eine willkommene Mithilfe bei der arbeitsintensiven Pflege von Naturflächen in Kiesabbaustellen. Unter Anleitung des Fachpersonals der Stiftung Landschaft + Kies kann beispielsweise beim Erstellen von Tümpeln und Trockenmauern, beim Pflanzen von Hecken und Bäumen oder beim Mähen, Jäten und Entbuschen von Magerwiesen angepackt werden. Die Einsätze verbinden sinnvolles Engagement mit der Möglichkeit, die ökonomischen, ökologischen und geologischen Aspekte eines Kiesabbaubetriebes kennen zu lernen.

toggle visibility Geologie im Kiesabbau

Kiesabbaustellen als erdgeschichtliche Zeitfenster
GeologieDen besten, zum Teil sogar dreidimensionalen Einblick in die Geschichte und die Vorgänge des Eiszeitalters erlauben uns die Kiesgruben im Mittelland. Die Schichtungen in den freigelegten, teilweise über 30 m hohen Abbauwänden geben Aufschlüsse über bedeutende eiszeitliche Ereignisse, und dokumentieren die Landschaftsentwicklung in den letzten 20'000 Jahren.
Diese versteinerten Zeitfenster sind sowohl einmalige Ausbildungsobjekte für Studierende, wie auch dankbare Ziele für geologische Exkursionen.

Eiszeit als Rohstofflieferant
Im jüngsten Abschnitt der Erdgeschichte haben beträchtliche Klimaschwankungen stattgefunden. Diese verursachten Wechsel zwischen Warmzeiten (wie der jetzigen) und den eigentlichen eiszeitlichen Perioden mit ca. 15° C tieferen mittleren Jahrestemperaturen. In diesen sehr kalten Zeiten sind die Gletscher aus den Alpen ins Mittelland vorgestossen. Ablagerungen zwischen Boden- und Genfersee belegen für die letzten zweieinhalb Millionen Jahre mindestens 15 Gletschervorstösse über die Alpenrandseen hinaus.
Die grossen Kiesvorkommen im Mittelland haben wir den Schmelzwasserflüssen dieser Gletscher, zu verdanken. An der Gletscherzunge ausgeschmolzenes Sediment wurde vom Schmelzwasser aufgenommen und verfrachtet. Die entstandenen Ablagerungen wurden bei erneuten Gletschervorstössen überlagert, so dass in den grossen Flusstälern mit der Zeit mächtige Schotterablagerungen entstanden. Dort finden sich denn heute auch die wichtigen Vorkommen des Rohstoffes Sand und Kies.

gletscher

Geologische Eigenheiten der Abbaustandorte

Berken
Die als Rohstoffe genutzten Schotter in Berken sind das geologische Produkt der Schmelzwasserflüsse der eiszeitlichen Rhone- und Aaregletscher. Auf diese Weise lässt sich die grosse Vielfalt der Gesteine (aus dem Wallis und dem Berner Oberland) in den Gruben erklären. Aber auch der Arbeitseinsätze und Umweltbildung Einfluss der Emme ist aus den vielen aufgearbeiteten Geröllen aus der Napfnagelfluh ersichtlich.
Die geologischen Vorgänge während den Eiszeiten haben grosse landschaftliche Veränderungen ausgelöst. Ganze Hügelzüge wurden erodiert und neue Terrassen aufgeschüttet. In den Kiesgruben in Berken ist beides sichtbar:

Geologie

Mattstetten/Hindelbank
Die Gesteinszusammensetzung der Ablagerungen bei Mattstetten besteht vor allem aus Gesteinen der Freiburger und Waadtländer Voralpen und aus zentralen Aaregraniten. Daraus ergeben sich die graue Schotterfarbe und das "Grau-in-Grau" der beiden kleinen Steingärten. Wir haben hier offenbar eine Ablagerung, die sehr viel Material enthält, das der Saane-gletscher ins Mittelland gebracht hat (siehe Karte).
Dort, wo heute Kies und Sand in Form von Schotter bei Mattstetten abgebaut werden, war vor der letzten Eiszeit eine Vertiefung - wahrscheinlich ein flaches Tal in westöstlicher Ausdehnung bis hinüber nach Hindelbank - das dann vom Schmelzwasserbach des Rhone-/Saane-/Aaregletschers durchflossen und in geologisch sehr kurzer Zeit (in wenigen Jahrzehnten) mit den grobkörnigen Ablagerungen aufgefüllt wurde. Der Grundmoränendeckel darüber entspricht dann der Eisbedeckung während des Maximums der letzten Eiszeit.

Geologie


PDF Dokumente
icon 4 Jahreszeiten Kiesgrube Berken.pdf 1.2 MB icon Grau in Grau Berken Eiszeit.pdf 130.3 KB icon Grau in Grau Berken Hindelbank Eiszeit.pdf 93.7 KB icon Hofstetter Mehrwert Kiesabbau.pdf 654.3 KB icon Lebensraeume Kiesgrube Hindelbank.pdf 1.9 MB